Pellets: Plusminus-Fernsehbeitrag tendenziös und schlecht recherchiert
25/01/2007 - 16:27
Der Deutsche Energie-Pellet Verband (DEPV) wehrt sich gegen die Darstellung der Feinstaubbelastung von Pellet-Heizungen in der Plusminus-Sendung in der ARD vom Montag. DEPV-Vorsitzende Beate Schmidt sagte hierzu am 24. Januar 2007 in Berlin: „Die Sendung war extrem schlecht recherchiert. Ihre Aussagen waren fehlerhaft und basierten nicht auf aktuellem Wissensstand. Die aktuell wichtigsten Untersuchungen hierzu wurden stattdessen außer Acht gelassen und durch pauschale Äußerungen zu Pelletheizungen und Holzheizungen vermengt.“
Der DEPV verweist in diesem Zusammenhang erneut auf folgende Fakten:
*Alle häuslichen Holzheizungen (Kamine, Scheitholz- und Pelletfeuerungen) zusammen tragen 15 bis 20 Prozent zu den gesamten Feinstaubemissionen bei. Pelletfeuerungen machen ein bis zwei Prozent dieses Feinstaubs aus und werden in der Außenwirkung daher vollkommen überbewertet.
*Die Feinstaubemissionen von Pelletheizungen sind um den Faktor 10 bis 100 geringer als bei herkömmlichen Holzheizungen. Die Werte bewegen sich zwischen fünf und 20 mg/Nm3 und entsprechen damit denen von bestehenden Ölheizungen. Das heißt, wenn alle bestehenden Holzheizungen durch moderne Pelletheizungen ersetzt würden, reduzierte sich der Ausstoß von Feinstaub um mehr als 50 Prozent, so der Feinstaub-Experte Volker Lenz vom Institut für Energetik um Umwelt (IEU) in Leipzig.
*Die aus Pelletheizungen emittierten Feinstäube sind aufgrund der Hauptbestandteile aus anorganischen Salzen in ihrer Toxizität deutlich geringer zu bewerten, nämlich fünf bis zehn Mal, als beispielsweise Ruß aus Dieselmotoren oder herkömmlichen Holzheizungen. Neue wissenschaftliche Gutachten von Prof. Thomas Nußbaumer vom Schweizer Ingenieurbüro Verenum zeigen, dass Feinstäube aus vollständiger Pelletverbrennung daher fast keine biologische Reaktivität aufzeigen und in den menschlichen Atemwegen fast vollkommen gelöst werden.